Das verlorene Spielzeug

Eine Grunderfahrung, die ich vermutlich mit allen menschlichen Wesen Teile ist der Lauf der Zeit.

Als Kinder erfahren wir diesen Verlauf allerdings nur mittelbar, durch Kleider, die nicht mehr passen, das wir in den Kindergarten oder in die Schule gehen müssen, usw., hauptsächlich aber, das ist jedenfalls meine Erinnerung, durch wiederfinden von abgelegtes Spielzeug.

Wir verlegen und vergessen es, unsere Eltern entfernen sie aus der Spielzeugkiste, verschenken oder werfen sie weg. Oft ändern diese Spielsachen lediglich ihren Standort im Haushalt, verweilen für Monate und Jahren in Kisten oder Truhen in Kellern und Speichern. Dort habe ich mich als Kind naturgemäß in langweiligen Stunden herum getrieben und hin und wieder in einer der staubigen Kisten herumgewühlt. Dem zutage geförderte Spielzeug haftete immer eine seltsame Frühform der Nostalgie an. Ein Gefühl, dass ich nicht einordnen konnte, nicht gut oder schlecht, etwas ambivalentes und befremdliches, dass mich beschlich, wenn ich daran dachte: „das ist alt, damit spiele ich nicht mehr, damals war ich noch ein kleines Kind“.

Das, was ich in jenem Moment erfuhr, damals aber noch nicht wusste, war der unwiderrufliche Lauf der Zeit.

Diesem naiven und kindlichem Gefühl widme ich die Serie „das verlorene Spielzeug“

Es sind Aufnahmen von reizvolle Landschaften, ungewöhnliche Orte, seltsame Situationen in denen sich Spielzeug findet, manchmal auf Anhieb nicht erkennbar, ein anderes Mal gut sichtbar abgelegt, alt oder neu, zerbrochen oder ganz, genau so wie wir unser altes Spielzeug wider gefunden haben.

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